Bei der IV im Rahmen des Stabilisierungsprogramms abbauen und gleichzeitig dringend nötige Leistungen für Familien mit schwerbehinderten Kindern verweigern: Diese Bankrotterklärung an eine minimal solidarische Gesellschaft droht in der kommenden Wintersession. Inclusion Handicap fordert den Nationalrat vehement auf, seiner sozialen Verantwortung wahzunehmen.
Familien, die ihre schwerbehinderten Kinder zu Hause pflegen, sollen finanziell entlastet werden – dies fordert eine Parlamentarische Initiative von Alt-Nationalrat Rudolf Joder (12.470), die am 8. Dezember vom Nationalrat behandelt wird.
Häufig müssen Eltern ihre Arbeitspensen reduzieren oder ihre Stellen ganz aufgeben, da ihre Kinder rund um die Uhr Betreuung benötigen. Sie geraten deshalb sehr oft in finanzielle Engpässe. Dabei entlasten sie so nebenbei auch noch die Staatskasse: Ein Heimplatz kommt der öffentlichen Hand wesentlich teurer zu stehen.
Doch nun beantragt die Sozialkommission des Nationalrates, die dringend nötige Erhöhung des Intensivpflegezuschlags (IPZ) bei der IV zu verwässern, womit die am stärksten belasteten Familien benachteiligt werden: Vom Assistenzbeitrag, den die IV für die Anstellung von externen Personen gewährt, soll der erhöhte IPZ wieder abgezogen werden. Somit bleibt für die Familien, die es am meisten nötig haben, unter dem Strich kein zusätzlicher Franken mehr übrig. Ein Rechenbeispiel finden Sie dieser Medienmitteilung beigelegt.
Mediencommuniqué vom Dachverband der Behindertenorganisationen, Inclusion Handicap