Die Mitarbeitenden der Vereinigung Cerebral Schweiz halten sich mit dem Verhaltenskodex an bestimmte Grundhaltungen und Qualitätsstandards. Diese sind Leitplanken, um eine Kultur der Transparenz zu schaffen, Risikosituationen zu erkennen und professionell zu handeln.
Die Leitplanken können sich jedoch mit der Zeit begründet verändern. So haben wir eine Ergänzung zum Verhaltenskodex verfasst und führen neu auch in Beratungen eine vereinbarte Du-Kultur ein, so wie dies bei Freizeit- und Bildungsangeboten schon bisher der Fall war.
Diese Regelung ergänzt und konkretisiert den bestehenden Qualitätsstandard und ersetzt die bisherige ausschliessliche Sie-Kultur im Beratungssetting.
Begründung der Änderung
Die Vereinigung Cerebral Schweiz ist eine Selbsthilfeorganisation. Sie versteht sich als Organisation von, für und mit Menschen mit cerebraler Bewegungsbehinderung und Mehrfachbehinderungen.
Ziel ist es, allen Menschen auf Augenhöhe zu begegnen und Beziehungsgestaltung so zu ermöglichen, dass sie sich respektiert, ernst genommen und wahrgenommen fühlen. Eine vereinbarte Du-Kultur kann diese Haltung unterstützen, indem sie Nähe ermöglicht, ohne Verbindlichkeit oder Grenzen aufzuweichen.
Die Du-Kultur wird dabei nicht als Verpflichtung, sondern als freiwilliges Angebot verstanden, das die Selbstbestimmung der beratenen Person respektiert.
Professionelle Rollenklärung und Qualitätssicherung
Um dem im Verhaltenskodex beschriebenen Spannungsfeld von Nähe und Distanz weiterhin verantwortungsvoll zu begegnen, verpflichten sich die Beratungspersonen:
So wird sichergestellt, dass sich Rollen im Beratungssetting nicht vermischen und die Qualitätsansprüche des Verhaltenskodex vollumfänglich eingehalten bleiben.