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Milchsuppe

Die so genannte Kappeler Milchsuppe steht im Zentrum eines wichtigen Ereignisses aus der Geschichte der Schweiz. Ende Juni 1529 marschierten die Zürcher Gruppen gegen die Innerschweizer Kantone. Das Fussvolk der beiden Heere nutzte die zeit, während die Führer verhandelten, zu einer Verbrüderung und stellt auf der Grenze zwischen den beiden Kantonen einen grossen Kochtopf auf ein Feuer. Zuger sollen die Milch und die Zürcher das Brot für die Milchsuppe beigesteuert haben…

„Milchsuppe“ findet sich auch im Titel des Mitteilungsbulletins Nummer 22/1964 unserer Dachorganisation. Doch diesmal hat es nicht mit einer Essware zu tun:

„Erfahrungen aus der Eingliederungsstätte Milchsuppe Basel - Am 19./20. Oktober 1963 referierte  Albert Vogelsang, Berufsberater, anlässlich eines Wochenendekurses in St. Nklausen/Luzern“

Die Erklärung:

"Die „Milchsuppe“ Basel war eine Abteilung des Bürgerspitals Basel. Sie leistete in den 50er Jahren als eine der ersten Institutionen dieser Art in der Nordwestschweiz bezüglich Betreuung von Menschen mit Behinderungen Pionierarbeit. Es wurden geschützte Arbeitsplätze in unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern geschaffen und betreute Wohnplätze für behinderte Menschen angeboten.

Als 1973 die Universitätskliniken vom Bürgerspital an den Kanton übergingen, blieb die „Milchsuppe“ weiterhin unter dem Dach Bürgerspital und somit auch bei der Bürgermeinde. Der „Verein Freunde der Milchsuppe“ unterstützte im Sinne eines Fördervereins den Freizeitbereich behinderter Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Mitarbeitenden, da für derartige Aktivivitäten die öffentliche Hand nicht aufkam. In den 70er Jahren wurde die „Milchsuppe“ umbenannt und erhielt die Bezeichnung WWB – Werkstätten- und Wohnzentrum Basel.

Unter dem neuen Vereinsnamen „zmittsdrin“ konstituierte sich 1998 ein Verein mit neuen Statuten und neuem Leitbild. Die Absicht war, die Leistungen zur Unterstützung  von Freizeitaktivitäten und generell zur Förderung der Integration von Menschen mit einer Behinderung auch Personen ausserhalb des Bürgerspitals zukommen zu lassen."

Quelle: Verein "Zmittsdrin" 

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