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Verständnis und Solidarität ist nun gefragt

Am 5. Juni 2016 hat das Schweizer Volk das revidierte Fortpflanzungsmedizingesetz angenommen. 19 sozial engagierte Organisationen, darunter die Vereinigung Cerebral Schweiz, hatten sich für ein "Nein" eingesetzt.

Wir hatten gemeinsam mit weiteren Organisationen das Referendum ergriffen und am 10. Dezember 2015 total 58 112 Unterschriften eingereicht,  nachdem sich Volk und Stände in der Eidgenössischen Volksabstimmung vom 14. Juni 2015 für die Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID) ausgesprochen hatten.

Nach Ansicht der beteiligten Organisationen geht das - durch die Zulassung der PID nun gültige - revidierte FMedG deutlich zu weit. Der Erwartungsdruck auf Eltern steige, alles zu unternehmen, um «gesunde» und «leistungsfähige» Kinder zur Welt zu bringen.

Für Inclusion Handicap, den Dachverband der Behindertenorganisationen, ist nun Verständnis und Solidarität gefragt. Die Gesellschaft müsse weiterhin uneingeschränktes Verständnis und Solidarität aufbringen, wenn Eltern ein Kind mit Behinderungen zur Welt bringen. Die Bedingungen für eine vielfältige Gesellschaft seien zu verbessern. Zu oft seien Eltern auf sich selber gestellt, da die Unterstützung mangelhaft ist.

 

 

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