René Kälin: "Man nimmt mich mit meiner Behinderung nicht als volles Mitglied der Gesellschaft wahr"

René Kälin.

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Cerebrale Parese wegen eines perinatalen Sauerstoffmangels; lebt in Zürich, Vorstandsmitglied Vereinigung Cerebral Zürich und Vereinigung Cerebral Schweiz; ist auf den Rollstuhl und Assistenz angewiesen; hat eine eigene Firma und arbeitet als IT-Spezialist.

"Barrieren sind mittlerweile hauptsächlich gesellschaftlicher Natur. Man nimmt mich mit meiner Behinderung nicht als volles Mitglied der Gesellschaft wahr, leitet meine Intelligenz aus meiner Sprachbehinderung und meiner Körperhaltung ab. Die Gesellschaft hat zwar verstanden, dass man Menschen mit Behinderung integrieren bzw. inkludieren muss, man wählt aber noch zu oft den Weg einer Behindertenkategorie, einer Speziallösung. Beispiel ÖV: Ja, es hat Rollstuhlabteile, aber der gleichwertige Zugang zu allen Angeboten im Zug (1. und 2. Klasse, Speisewagen, Familienabteil, Ruhezone usw.) ist kaum gewährt. Hauptsache, "der Behinderte" kann mitfahren."

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