"Behinderung und Arbeit" Spannende Plattform Behindertenpolitik in Bern

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Konrad Stokar, Geschäftsleiter Interessenvertretung und Kommunikation der Vereinigung Cerebral Schweiz, hielt ein Impulsreferat zum Thema "Taten statt Konzepte". Er gab dem Publikum mit auf den Weg, dass es in erster Linie darum geht, Menschen mit Behinderungen einzustellen, auch im Behindertenwesen. Die guten Beispiele sind anschliessend breit zu kommunizieren. Ebenso wichtig ist, wegzukommen vom rein medizinischen Behinderungsbegriff. Weil früher oder später alle Menschen behindert sind, müssen wir stattdessen Verständnis schaffen dafür, dass das Thema irgendwann uns alle betrifft. Zudem sollte die Inklusion von Menschen mit Behinderung so früh wie möglich im Leben beginnen. Nur dann hat auch die berufliche Integration Aussicht auf Erfolg.

Wegweisendes "Berner Modell"

Insbesondere für den Kanton Bern ist wichtig, die aktuelle Behindertenpolitik, das "Berner Modell",  umzusetzen und zu verteidigen. Da es u.a. auf Subjektfinanzierung setzt, werden Menschen mit Behinderungen zu selbstbestimmten Akteurinnen und Akteuren bezüglich ihrer Lebensumstände und damit auch ihrer beruflichen Entwicklung.

Die anschliessende Diskussion mit den Grossrätinnen und Grossräten verlief animiert. Sie werden nun in einer gemeinsamen Anfrage (Interpellation) überprüfen, inwiefern der Kanton Bern als Arbeitgeber heute Menschen mit Behinderungen berücksichtigt bzw. was er für die Zukunft plant. Wir dürfen gespannt sein!